DIY – Kostümiert zu Pferd – Quick-Tipps für Kostüme

Vor Kurzem habe ich ja einen Gastbeitrag zum Thema Kostümspringen veröffentlicht und Theresa Oesterreich hat darin Tipps gegeben, was beim Kostümreiten zu beachten ist. Ich habe selbst leider noch auf keinem Turnier an einer Prüfung mit Kostüm teilnehmen können, aber seit ein paar Jahren gestalte ich die Einsteller-Weihnachtsquadrille an der Reitschulweihnacht unseres Stalls mit und da ist das Thema Kostüm bei uns natürlich auch immer ganz wichtig.

Darum möchte euch heute ein paar Tipps geben, mit welchen Hilfsmitteln ihr relativ einfach und günstig tolle Kostüme zaubern könnt – und was ihr gleich besser weglassen solltet.

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Freisting_schmuck2_B3Mehr ist mehr!
Gerade bei Kostümprüfungen kann man meiner Meinung nach eigentlich nicht genug Kostüm haben, denn was dezent und geschmackvoll im Stehen wirken mag, geht in der Bewegung und gerade in Konkurrenz zu anderen Mitstreitern ziemlich schnell unter. Das kleine Schleifchen in der Mähne ist vielleicht süß – aber der Zuschauer aus 30m Entfernung nimmt die nicht mehr wirklich wahr. Auch rate ich sowohl Reiter als auch Pferd zu verkleiden – Ausnahme: Der Reiter hat so ein pompöses Kostüm (auffälliges Kleid/Umhang – hier gibt es Tipps zum perfekten Kleid auf dem Pferd oder für ein Pferdeshooting), da darf das Pferd ggf. etwas dezenter verkleidet sein – wobei auch hier passende Details an der Trense o.Ä. Eindruck schinden.
Beachtet dabei aber bitte immer die Tipps aus dem Beitrag „Kreativ auf dem Pferd: Kostümspringen“ – denn Sicherheit & „Beweglichkeit“ stehen immer im Vordergrund.

 

 

11998474_1028266660546693_150044778_nIndividuelle Schabracken/Satteldecken aus Fleecedecken
Fleecedecken in allen Farben und mit zahlreichen Mustern gibt es in jedem 1-Euro-Laden oder Möbelgeschäft für wenig Geld. Eine Decke reicht für ein Pferd – je nach Größe des Pferdes, kann man „viel Pferd“ bedecken oder eher eine schicke Schabracke daraus improvisieren.Mit der Schere kann man sich ganz einfach eine besondere Form einfallen lassen und zuschneiden – oder noch Zacken, Fransen, Lochmuster oder anderes reinschneiden. Auch Papiersterne, -kreise uvm. können schnell angebracht werden.Achtung allerdings: Die Fleecedecken verrutschen während des Reitens gerne – legt am Besten noch eine dünne Schabracke/Satteldecke unter die Fleecedecke und fixiert die Fleecedecke daran. 2 Schlitze in die Fleecedecke gemacht und so könnt ihr die Fleecedecke samt Schabracke/Satteldecke mit dem Sattel gut fixieren und verhindert Verrutschen.


Bandagen

Gibt es ja auch in allen Farben, hier kann man passende Farben zum restlichen Kostüm anwenden – ausgefallen wirken 2 Bandagen mit verschiedenen Farben zusammen an ein Bein wie eine Spirale zu bandagieren. Bitte achtet dabei aber immer auf die „Bandagierregeln“!

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Naturschönheit

Es gibt sie in so vielen schönen Farben und Variationen: Blumen und Geäste! Und sie sehen so schön an Pferden aus. Wer selbst keinen Garten mit toller Botanik hat, kann
sich auch günstig Blumensträuße im Supermarkt kaufen (2-5 € pro Strauss) und so in Kombination mit hübschen Mähnen- und Schleif-Flechtungen (man stecke die Blumen oder Äste in die Mähnengummis) tolle verträumte Kostüme zaubern.


Der Ton macht die Musik
Zu den Bewegungen des Pferdes passendes Gebimmel zaubert zusätzlich zum Optischen auch noch immer einen besonderen Charme – ob als Hufglöckchen oder eine Rhythm Beats Kette für den Pferdehals. Die Glöckchen knotet man ganz einfach an ein Stoffband und bindet dieses dann an die Beine oder um den Pferdehals. Natürlich sollte man Glöckchen nur verwenden, wenn es zum Gesamtkonzept des Kostüms passt UND GANZ WICHTIG, dass euer Pferd damit einverstanden ist. Probiert unbedingt vorher aus, wie euer Pferd darauf reagiert!


No-Go: Glitzer im Fell, auf der Mähne oder den Hufen

Nicht weil ich es übertrieben finde oder sowas, aber aus einem ganz einfachen Grund rate ich Glitzerspray für Mähne, Fell, Reiterhaut oder gar als „Hufnagellack“ wegzulassen: Es sieht keiner.
Man sieht das Geglitzer nur wirklich wenn man AM Pferd steht und das bringt euch nichts. Spart euch lieber das Geld und investiert es in die restliche Kostümierung.

 

Zu guter letzt – nein eigentlich von Anfang an – benötigt ihr natürlich eine tolle Kostümidee. Hier gibt es natürlich etliche Möglichkeiten – vom „typischen“ Faschingskostüm wie Polizist o.Ä. bis zur ausgefallenen Filmfigur. Ich rate euch eine kleine Skizze zu machen und so zu überlegen wo man was wie anbringen könnte. Viel Spaß beim kreativ sein!

 

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